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Interview: Digitale Zuverlässigkeit durch automatisierte Tests im DevOps-Umfeld

Im Vorfeld des Digitalsummit ScaleUp 360° IT Infrastructure & Operations hat we.CONECT Global Leaders mit Bernd F. Dollinger, Marko Sieber und Stephan Oswald bei T-Systems Multimedia Solutions über die Digitale Zuverlässigkeit durch automatisierte Tests im DevOps-Umfeld gesprochen

we.CONECT: Zuerst würde ich Sie bitten, sich und Ihr Unternehmen für unsere Teilnehmer kurz vorzustellen.

Bernd F. Dollinger:

Ich begann vor über 30 Jahren meine Berufspraxis in der Systementwicklung; danach folgte die Leitung von komplexen Projekten in der Software-Entwicklung und dem IT Service Management hin zum strategischen Consulting. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt seit 1995 in der strategischen und taktischen Beratung zu Enterprise Service Management (ESM) mit der Analyse und Modellierung von Geschäfts- und ITSM-Prozessen sowie den zugehörigen Tool-Landschaften. Bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH verantworte ich als Teamleiter in einer Business Unit Lösungen im Application Management on Multi-Clouds, Cloud Orchestration und Automation (DevOps). Dazu engagiere ich mich seit Jahren im itSMF Deutschland e. V. und bin dort seit 2008 im Vorstand.

Marko Sieber:

Ich arbeitete 2000 bis 2013bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH als Senior Sales Specialist. Im darauffolgenden Jahr wechselte ich zur Frequentis GmbH um dort die Top Account Leitstellen als Key Account Manager zu betreuen. Von 2014 bis 2017 arbeitete er bei der Profi.com AG als Senior Key Account Manager im Bereich Test & Qualitätsmanagement, bevor ich wieder zur T-Systems Multimedia Solutions GmbH zurückkehrte wo ich aktuell als Principal Sales Specialist beschäftigt bin.

Stephan Oswald:

Ich bin seit 2015 als PreSales Spezialist bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH und Ansprechpartner für Qualitätssicherungsthemen. Zudem bin ich Mitglied in der ASQF-Fachgruppe “Testdaten” und Autor diverser Fachartikel zum Thema. Zuvor war ich – nach Ausbildung und Wanderjahren in der IT – von 1993-2008 Geschäftsführender Gesellschafter von einem Unternehmen für Service Delivery RZ und Hochverfügbarkeitslösungen, sowie einer der ersten Anbieter einer Cloud-Lösung für E-Mail-Marketing.

Wegweisend. Digital. Über T-Systems Multimedia Solutions

Die T-Systems Multimedia Solutions begleitet Großkonzerne und mittelständische Unternehmen bei der digitalen Transformation. Der Marktführer mit einem Jahresumsatz von 176 Mio. € im Jahr 2019 zeigt mit seiner Beratungs- und Technikkompetenz neue Wege und Geschäftsmodelle in den Bereichen Industrial IoT, Customer Experience, New Work sowie Digitale Zuverlässigkeit auf. Mit rund 2100 Mitarbeitern an sieben Standorten bietet der Digitaldienstleister ein dynamisches Web- und Application-Management und sorgt mit einem akkreditierten Test-Center für höchste Softwarequalität, Barrierefreiheit und IT-Sicherheit. Ausgezeichnet wurde T-Systems Multimedia Solutions mehrfach mit dem Social Business Leader Award der Experton Group sowie dem iF Design Award und gehörte 2017 zu den Gewinnern des Outstanding Security Performance Awards. Zudem wurde das Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden mehrmals als einer von Deutschlands besten Arbeitgebern mit dem Great Place to Work Award gekürt sowie als “Bester Berater 2020” vom Wirtschaftsmagazin brand eins ausgezeichnet.

we.CONECT: Im Zuge der digitalen Transformation werden die IT-Landschaften der Unternehmen immer komplexer. Welche Herausforderungen bzw. Aufgaben kommen in diesem Kontext auf IT-Infrastruktur-Verantwortliche zu?

IT-Verantwortliche müssen die zunehmende Komplexität der Systeme und die Herausforderungen durch sich ständig ändernde Anforderungen meistern. Dabei steht eine steigende Flexibilität der notwendigen Stabilität gegenüber. Um Prozesse und Services ganzheitlich zuverlässig abzusichern sind sechs Aspekte enorm wichtig:

#SICHER: digitales Vertrauen in Köpfen, Prozessen und Systemen.

#VERFÜGBAR: alle geschäftskritischen Anwendungen sind 24/7 erreichbar.

#GEPRÜFT: digitale Geschäftsprozesse erfüllen nachweisbar alle gestellten Anforderungen.

#NUTZERZENTRIERT: den Anwender in den Mittelpunkt rücken.

#SCHNELL/AGIL: zügig neue (Kunden-)Anforderungen in Geschäftsprozesse integrieren.

#INNOVATIV: dem Mitbewerber voraus sein – als Erfolgsrezept der digitalen Transformation.

Dies schafft man nur mit einem gemeinsamen Mindset – einem DevOps Team, das interdisziplinär über Bereichsgrenzen hinweg zusammenarbeitet.

we.CONECT: Viele Unternehmen haben sich mittlerweile dem Thema Automatisierung zugewandt, um IT-Prozesse zu optimieren, gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Systemen. Wie lässt sich dieses Spannungsfeld bewältigen?

Das Thema Sicherheit muss schon im Vorfeld betrachtet, geplant und berücksichtigt werden. Es darf nicht als Aufsatz dazukommen sondern muss integriert sein. Damit lässt sich die gewünschte bzw. benötigte Sicherheit in der Automatisierung realisieren

we.CONECT: Auf organisatorischer Ebene wird häufig über DevOps oder agile Prinzipien gesprochen. Inwiefern können Letztere auf die Effizienzsteigerung der IT einzahlen?

Redet man von DevOps meint man das funktionsübergreifende Zusammenspiel der Entwicklerteams mit den Betriebsteams. Menschen, Prozesse und Technologien werden bei DevOps miteinander vereint, damit Kunden kontinuierlich hochwertige Produkte oder Services erhalten. Aber nicht nur diese beiden Fachbereiche sind bei der DevOps-Methodik beteiligt, sondern auch Test, Security und die Fachabteilungen, wo die entsprechende Anforderung herkommt. Dadurch entsteht ein Miteinander von Projektmanagement und Service-Management. Gemeinsam kreieren sie so ein Produkt-Mehrwert für den Kunden der Anwendung.

Mit DevOps werden die Qualität der Software, die Geschwindigkeit der Entwicklung und der Auslieferung, der zuverlässige Betrieb sowie das Miteinander der beteiligten Teams verbessert. DevOps erstreckt sich demnach nicht nur auf die Themen Tools und Automatisierung sondern viel wichtiger noch auf Kultur und Zusammenarbeit. Ziel von DevOps ist das Schaffen einer ‚Sharing Culture‘. Geteiltes Wissen schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten und stärkt den Teamzusammenhalt. Dadurch entsteht „Domain-Wissen“, sodass DevOps-Teams fachliche Domains abdecken können. So haben sie beispielsweise den gesamten Produktionsprozess eines Shops im Blick. Die einzelnen Team-Mitglieder entwickeln so ihr Wissen weiter und können die einzelnen Geschäftsprozesse besser unterstützen. Das wiederum erzeugt stetige Verbesserung!

Kurz: Agile Teams können durch das Miteinander besser auf Kundenwünsche eingehen, Vertrauen ineinander steigern und schließlich Geschäftsziele effizienter erreichen.

we.CONECT: Im Rahmen der ScaleUp 360° IT Infrastructure & Operations halten Sie einen Vortrag zum Thema „Digitale Zuverlässigkeit durch automatisierte Tests im DevOps-Umfeld“ – können Sie kurz erläutern, auf welche Aspekte Sie sich im Vortrag besonders konzentrieren werden?

Wir zeigen Ihnen im Vortrag, wie:

  • Entwicklung, Test, Betrieb und Monitoring teamübergreifend zusammenarbeiten.
  • intelligente Automatisierungslösungen bis hin zu Self-Healing ihr Business zuverlässig gestalten.
  • Neue Technologien, wie Cloud und Container, optimal eingesetzt werden.
we.CONECT: Vielen Dank für das Interview!

Für tiefere Einsichten zum Thema, nehmen Sie am ScaleUp 360° IT Infrastructure & Operations teil:

Der Digitalsummit für IT Entscheider zu Konzepten und Lösungen im praktischen Umgang mit hybriden Umgebungen sowie zum Einsatz von Virtualisierungs- und Software-Defined-Technologien zur Transformation von Infrastrukturen.