Digitale Transformation, Interviews, IT Strategy

Interview mit Data Migration International: Simplify the Transformation to your agile and intelligent Enterprise

Im Zusammenhang mit ScaleUp 360° Legacy IT, der Digitalsummit für IT-Entscheidungsträger, Leiter IT Operations, Leiter Mainframe- und Midrange Services und führende IT Architekten und Entwickler aus DACH, hat we.CONECT Global Leaders mit Tobias Eberle, CRO bei der Data Migration International, ein Interview, über seinen Vortrag auf dem Summit, geführt.

we.CONECT: Welche Vorteile bietet Ihre JiVS IMP (Information Management Plattform)?

JiVS IMP bietet eine Reihe kurzfristiger wie langfristiger Vorteile. Werden die Informationen aus den Legacy-Systemen auf die Plattform überspielt, lassen sich diese komplett stilllegen, statt sie weiterzubetreiben. Das spart in der Regel 80 Prozent Betriebskosten. Da sich JiVS IMP zudem als Service abonnieren lässt, entfallen Vorabinvestitionen, so dass die Stilllegung der Altsysteme sofort zu beträchtlichen Nettoersparnissen führt. Dabei müssen die Unternehmen unsere Plattform nicht einmal in ihren eigenen Umgebungen implementieren, wenn sie das nicht wollen, sondern können sie direkt aus der Public Cloud, ob Microsoft Azure, Google Cloud Platform oder AWS, beziehen.

Gleichzeitig bleiben die mit JiVS IMP historisierten Informationen zu 100 Prozent im Zugriff, und zwar revisionssicher. Die Plattform ist von Wirtschaftsprüfern zertifiziert, so dass die Unternehmen mit Hilfe von JiVS IMP ihren gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungspflichten genügen können. Da sich die Legacy-Informationen darüber hinaus aber über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg bis zur gezielten Löschung einzelner Datensätze managen lassen, verlieren so manche Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ihren Schrecken. Denn mit JiVS IMP wird es sozusagen auf Knopfdruck möglich, sämtliche personenbezogenen Informationen im Altdatenbestand zu ermitteln und gezielt zu löschen, eine Fähigkeit, die in vielen Altsystemen fehlt und in diesen nur mit viel Aufwand nachgerüstet werden könnte, wenn überhaupt.

Der Zugriff auf den gesamten Bestand an historischen Informationen sorgt ferner dafür, dass das geistige Eigentum des jeweiligen Unternehmens aktiv zur Wertschöpfung beitragen kann. Auch das ist in komplexen, weil heterogenen IT-Umgebungen ohne viel Zeit- und Kostenaufwand nur schwer vorstellbar. Mehr noch: Werden alle historischen Informationen auf einer separaten und systemunabhängigen Plattform wie der unseren aufbewahrt, lassen sich Dubletten entfernen und unvollständige Datensätze vervollständigen sowie anreichern. Nur eine optimale Datenqualität schafft die Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierungsvorhaben.

Zudem leistet JiVS IMP einen zentralen Beitrag dazu, die Unternehmens-IT agiler zu machen. Mit ihrer Hilfe können die IT-Teams geschäftliche Initiativen, deren Erfolg zu einem großen Teil von der Geschwindigkeit abhängt, mit der sie umgesetzt werden, agil unterstützen. Dazu zählen zum Beispiel Mergers & Acquisitions, in deren Folge die IT-Abteilungen heterogene System- und Applikationslandschaften zusammenführen und harmonisieren müssen. Mit JiVS IMP gelingt das viel einfacher und schneller. Das gilt auch in umgekehrter Richtung: Wird ein Unternehmensbereich verkauft, müssen alle dazugehörigen Informationen, aber auch keinen Fall mehr, an den Käufer übergeben werden. Am einfachsten und schnellsten ist diese Aufgabe zu lösen, wenn sich diese Informationen hoch automatisiert auf einer zentralen Plattform wie der unseren herausfiltern und in einem neutralen Format übergeben lassen. Weitere agile Szenarien, die JiVS IMP unterstützt und vereinfacht, wären unter anderem die Harmonisierung und Konsolidierung von Applikations- und Systemlandschaften, aber auch von ganzen Rechenzentrumsstandorten.

Lassen Sie mich noch einen weiteren langfristigen Vorteil hinzufügen: JiVS IMP kann als integraler Bestandteil der Zielumgebung einen deutlichen Beitrag zur Senkung der Gesamtbetriebskosten leisten. Möglich wird dies, wenn Daten, die in den Live-Systemen operativ nicht mehr benötigt werden, kontinuierlich auf unsere Plattform überspielt werden. Das hält die Produktionsumgebungen dauerhaft schlank und agil. Wir schätzen, dass sich mit diesem Ansatz und unserer Plattform die Gesamtbetriebskosten einer SAP S/4HANA-Umgebung um 25 Prozent reduzieren lassen.

we.CONECT: Was ist bei einer komplexen Datenmigration zu beachten?

Aus unserer Sicht sind dabei vor allem drei Dinge zu beachten: Erstens gilt es, den Komplexitätsgrad zu senken. Das gelingt am einfachsten dadurch, dass die Daten und Dokumente vor der eigentlichen Migration aus den Legacy-Systemen komplett in eine eigene Umgebung überspielt werden, und zwar hoch automatisiert. So ist es möglich, die Altinformationen revisions- und damit rechtssicher, gleichzeitig aber in einem modernen Format aufzubewahren. Letzteres bewirkt, dass sich auch der spätere Zugriff darauf einfach gestalten lässt.

Ebenfalls noch vor der Migration sollte zweitens die Qualität der Legacy-Informationen optimiert werden, durch Bereinigung und Anreichern der Daten aus Drittquellen. Dadurch erst wird die Grundlage für jede Art von datengestütztem Szenario, von Big Data bis neuen digitalen Geschäftsmodellen, gelegt. Was nützen datenbasierte Entscheidungen, wenn die zugrundeliegenden Informationen fehlerhaft oder unvollständig sind?

Drittens kommt es darauf an, die Menge der in die neuen operativen Systeme zu übernehmenden Daten zu minimieren. Auch das sollte möglichst automatisiert erfolgen, etwa durch das automatische Filtern des Altdatenbestands nach vorher festgelegten Kriterien wie Business-Objekten. Rechtssichere Aufbewahrung der Legacy-Informationen, 100 Prozent Zugriff darauf, Optimierung des Datenbestands und Minimierung des zu übernehmenden Datenbestands – das sind die Prinzipien, die Datenmigrationsprojekte, die zu Beginn komplex erscheinen, leiten sollten und diese in der Folge vereinfachen können.

we.CONECT: Welche Rolle spielen Investitionen und Kostenkalkulationen bei der Modernisierung von Legacy Systemen?

Jedes IT-Projekt hat immer auch wirtschaftliche Aspekte. Und mehr denn je muss sich ein IT-Projekt unter geschäftlichen Gesichtspunkten rechtfertigen, indem es Kosten spart und gleichzeitig eine kluge Investition in die Zukunft darstellt. Wenn die Modernisierung von Legacy-Systemen zu einer höheren Komplexität und Kosten führt, weil sie neben den neuen Umgebungen weiter bezahlt und gepflegt werden müssen, dann sind diese beiden Ziele klar verfehlt. Deshalb ist es so wichtig, bei der Modernisierung einen Ansatz und dazu passende Technologien zu wählen, der es ermöglicht, die Betriebskosten dauerhaft zu senken und gleichzeitig die Komplexität zu verringern. Beides ist im Rahmen eines solchen Projekts genau dann der Fall, wenn die verschiedenen Altsysteme stillgelegt und durch eine einzige Plattform für das Management der Legacy-Informationen ersetzt werden.

Weiter Informationen finden Sie unter folgendem Link:

www.jivs.com

we.CONECT: Vielen Dank, Tobias Eberle, für das Interview!

Nehmen Sie am  ScaleUp 360° Data Governance teil:

Der Digitalsummit für Data Strategie- und Data Governance Entscheider aus der deutschsprachigen Industrie